Mitwirkende
- Michael Francis Chefdirigent
- Benjamin Grosvenor Klavier
Programm
- Jean Sibelius Sinfonie Nr. 3 C-Dur, op. 52
- Johannes Brahms Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll, op. 15
„Meine Musik hat nichts, absolut nichts von Zirkus; was ich zu bieten habe, ist klares kaltes Wasser“, sagte Jean Sibelius. Das Zitat stammt aus einem Brief, den Sibelius an die englische Musikkritikerin Rosa Newmarch richtete, um seinen Standpunkt hinsichtlich der „Neuen Musik“ zu verdeutlichen. Mit seiner provokanten Formulierung spielte er wohl vor allem auf die Wiener Schule und dessen bekanntesten Vertreter Arnold Schönberg mit seiner Zwölftontechnik an. Anders als viele seiner Komponistenkollegen vollzog Sibelius den Schritt in die Atonalität nicht. Er suchte nach anderen Wegen, um einen modernen Ausdruck zu finden. Die 3. Sinfonie ist ein Zeugnis dieser Herangehensweise. Und auch Johannes Brahms war lange auf der Suche nach einer eigenen Sprache für die Sinfonie. Sein monumentales 1. Klavierkonzert sollte ursprünglich eine Sinfonie werden.