Beschreibung

Performatives und fotografisches Forschungsprojekt
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Gebäude des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen
Maxstr. 29, 67059 Ludwigshafen am Rhein

Ein Ludwigshafener Hochschulgebäude im architektonischen Stil des ‚Brutalismus’ neu entdecken

Student*innen im dort angesiedelten BA-Studiengang „Soziale Arbeit“ haben das Gebäude mit performativen und fotografischen Mitteln erforscht und sich dadurch eine neue Wahrnehmung und Perspektive auf das Hochschulgebäude erarbeitet. Dieser Aneignungsprozess wird als Foto-Ausstellung in Form eines begleiteten Sound-Parcours durch das Brutalismus-Gebäude aufbereitet.

Im Stile des Brutalismus errichtet, zeichnet die Hochschul-Architektur in der Maxstraße, wie viele Gebäude in Ludwigshafen, vor allem eins aus: Viel Beton. „Brutalismus“ klingt erst einmal unfreundlich – oder ist da etwa doch Musik drin? Um das herauszufinden, betreiben Simon Bernstein, Solo Pauker der Staatsphilharmonie und André Uelner, Agent für Diversitätsentwicklung im BA Studiengang Soziale Arbeit mit Studierenden des Seminars „Ästhetische Bildung“ eine Klangrecherche am Hochschulgebäude selbst. Ziel ist es, zu entdecken, mit welchen Werkzeugen und Spieltechniken man baulichen Objekten welche Klänge entlocken kann. Das Gebäude wird zum Klangkörper und die Studierenden komponieren diese Klänge in und mit ihrer Hochschule.

Hintersinn ist neben dem Musikalischen Erkenntnisgewinn, einen neue Sichtweise auf Gebäude zu ermöglichen und ein musikalisches Mosaiksteinchen dazu beizutragen, dass die Bewohner von Ludwigshafen beginnen, ihre Stadt mit anderen Augen zu sehn. „Viele Ludwigshafener pflegen nämlich regelrecht das schlechte Image ihrer Stadt.“ Im nächsten Semester sollen sich die Studierenden weitere Gebäude in der Stadt musikalisch aneignen.

Die klingende Hochschule können Sie am 18. April 2020 im Zusammenhang mit der langen Nacht der Biennale für aktuelle Fotografie und OFF//FOTO von 18 bis 23 Uhr erleben.