PROGRAMM

Wolfgang Amadeus Mozart, Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452
Jean Françaix, L'heure du berger für Bläserquintett und Klavier
Antonín Dvořák, Streichquartett F-Dur op. 96 "Amerikanisches", Fassung für Bläserquintett von David Walter
Richard Strauss, Till Eulenspiegels lustige Streiche, Fassung für Bläserquintett und Klavier von David M. Carp

MITWIRKENDE

qunst.quintett
Julia Obergfell
, Oboe
Alexander Koval, Flöte
Martin Fuchs, Klarinette
Andreas Becker, Horn
Johannes Hund, Fagott

mit Ah Ruem Ahn, Klavier

 

Schelmische Begegnungen - Unter diesem Titel präsentiert das qunst.quintett ein Programm mit Werken verschiedener Meister, jeder auf seine Art und Weise humorvoll.

So zeigt sich Mozart in seinem Quintett Es-Dur KV 452 als Genie im Umgang mit Klavier und Bläsern, auf der anderen Seite aber auch stets frech und närrisch in seinen überlieferten Briefen.

L’heure du berger führt den Hörer in eine Pariser Kneipe der Vierziger Jahre, in welcher Francaix die Kundschaft der Brasserie auf der Suche nach einem Schäferstündchen, so die Übersetzung des Titels, musikalisch karikiert.

Dvořák schrieb sein Amerikanisches Streichquartett während eines Aufenthalts in Iowa. Auf der Zugfahrt dorthin wurde er beim Biertrinken darauf hingewiesen, dass dies nur erlaubt sei, wenn es niemand mitbekäme. Belustigt schrieb er an einen Freund: „Diese Amerikaner sind seltsame Menschen, man würde es gar nicht glauben – sie wollen Bier trinken, obwohl sie selbst das Gesetz gegen Bier erlassen haben“. Bearbeitet für Bläserquintett erstrahlt sein kurz darauf komponiertes Streichquartett in einer ganz neuen Farbenpracht.

Am Ende des Konzerts treibt Till Eulenspiegel, Held der mittelalterlichen Geschichte und vielleicht der Schelm schlechthin, sein Unwesen. Die grandiose sinfonische Dichtung von Richard Strauss kommt hier in einer Fassung für Bläserquintett und Klavier zur Aufführung, die den Vergleich mit dem großen Bruder nicht scheuen muss.