PROGRAMM

Franz Schubert, Quartettsatz c-Moll, D 703
Siegfried Matthus, „Das Mädchen und der Tod“
Franz Schubert, „Der Tod und das Mädchen“

MITWIRKENDE

Yi-Qiong Pan, Violine
Stella Sykora-Nawri, Violine
Barbara Giepner, Viola
Rut Bántay, Violoncello

Schuberts Kammermusik ist reich an Höhepunkten. Für welche Besetzung er auch schrieb, stets schuf er Meisterwerke besonderer, emotionaler Tiefe. Eines der Bekanntesten davon ist sicherlich sein Quartett "Der Tod und das Mädchen". Obschon der Beiname nicht vom Komponisten selbst stammt, sondern dem im zweiten Satz zitierten Lied entnommen wurde, drängt sich, auch bedingt durch die Umstände seiner Erschaffung, das Bild eines Requiems auf. Der Todeskampf, die Todessehnsucht und die Erlösung durch den Tod.

Dieses seit der Renaissance oft zitierte Bild und dessen vermeintliche Vertonung von Schubert nahm auch der in Berlin beheimatete Komponist Siegfried Matthus 1997 zum Anlass, das bekannte Thema ins Heute zu übertragen. Darin bezieht er sich nicht nur auf Schuberts Musik, auch das Sujet passt er der heutigen Zeit mit ihren neuen Versuchungen und Abgründen an.

Zu Anfang des Konzerts erklingt Schuberts Quartettsatz in c-Moll, ein erster Satz eines unvollständig gebliebenen Quartetts. Ein tragischer Vorbote?