Beschreibung

„DER KÜNSTLER MUSS SEIN LEBEN GENAU EINTEILEN“ Memoiren eines „Gedächtnislosen“ und Möbelmusik von Erik Satie

Musikalische Lesung mit
Alishia Funken, Gesang
Kai Adomeit, Klavier
Matthias Folz, Sprecher

Da schießen wir uns doch einfach mal mit der Time Machine zurück in die Zeit um die Jahrhundertwende: Es war, als ERIC SATIE lebte und komponierte eine Zeit des Verfalls, der Décadence, des Fin de siècle. Systeme bröckelten. Sinn wurde brüchig. Große Formen in der Kunst verkamen zu schwülstigen Posen. Und SATIE, der später für Picasso Ballettmusik schrieb, auf die sich die Avantgarde unseres Jahrhunderts berief, entschied sich für scharfzüngige Clownerie.zur Anti-Exstase. Sein Pathos ist das Pathos der schönen Absurdität und das klingt, wenn es auf die Tasten gezaubert wird so heimelig und seelenvoll, daß man über den Witz weinen und über die Tränen witzeln möchte.

„… Aber ich frage mich, warum wir Musiker in eine staatliche Ausbildung gezwungen werden, während die Maler und Literaten die Freiheit genießen, sich zu bilden, wo und wie immer sie wollen.“

„Wir wollen nun eine Musik einführen, die die nützlichen Bedürfnisse befriedigt. Die Kunst gehört nicht zu diesen Bedürfnissen. Die Möbelmusik erzeugt Schwingungen, sie hat kein weiteres Ziel. Sie erfüllt die gleiche Rolle wie das Licht, die Wärme und der Komfort in jeder Form… Schlafen Sie nicht ein, ohne ein Stück der Möbelmusik angehört zu haben, oder Sie werden schlecht schlafen.“

Jean Cocteau schrieb: "Das Werk von Satie ist winzig klein wie ein Schlüsselloch, aber sobald man ihm mit dem Auge oder dem Ohr näher kommt, ändert sich alles."