Mitwirkende

  • Michael Francis Dirigent
  • Domchor Speyer Chor
  • Joseph Moog Klavier

Programm

  • Robert Schumann Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 54
  • Ludwig van Beethoven Christus am Ölberge. Oratorium für Soli, Chor und Orchester, op. 85

 

Kunst ist schön und macht viel Arbeit

Wer etwas erreichen will, muss ein Klavierkonzert schreiben. Jedenfalls im 19. Jahrhundert – dem Zeitalter des Pianofortes. Jeder, der etwas auf sich hielt, verwandelte das eigene Wohnzimmer in einen Konzertsaal und lud zum Salon. Robert Schumann, gesegnet mit der Doppelbegabung sowohl des Komponierens als auch des Klavierspielens mächtig zu sein, wollte es besonders gut machen und schrieb ein revolutionär neuartiges Konzert, das Klavier und Orchester gleichberechtigt auftreten lässt. An dieser Stelle sei daher auch erwähnt, dass es vor allem Clara Schumann war, die den Erfolg des Konzerts durch ihr exzellentes Spiel vorantrieb.

Für das Publikum ein Genuss, für das Orchester Schwerstarbeit: Bei der Uraufführung des einzigen Oratoriums von Beethoven standen zusätzlich seine 1. und 2. Sinfonie sowie sein 3. Klavierkonzert auf dem Programm. Noch in der Nacht vor der Premiere arbeitete Beethoven an den Posaunenstimmen, die dem probenden Orchester erst am Premierenmorgen zugestellt wurden. Der bei der Generalprobe anwesende Fürst und Kunstmäzen Karl Lichnowsky verteilte Butterbrote, kaltes Fleisch und Wein an die müden Musiker. Trotz der knappen Einstudierung wurde das Oratorium ein Erfolg.