Mitwirkende

  • Michael Francis Dirigent

Programm

  • Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur, BWV 1050
  • Igor Strawinsky Pulcinella-Suite (rev. 1949)
  • Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur, BWV 1048
  • Igor Strawinsky Petruschka. Burleske in vier Szenen (rev. Fassung 1946/1947)

Beschreibung

Einführung: Peter Imo, 19.20 Uhr, Kleiner Saal

Jedem seiner sechs „Brandenburgischen Konzerte“ verlieh Johann Sebastian Bach den Rang eines musikalischen Individuums. Das fünfte ist das jüngste und führt das Cembalo als Soloinstrument ein. Vermutlich glänzte der Komponist hier selbst als Solist und schrieb eine 65-taktige Solokadenz, um sich virtuos in Szene zu setzen. Die alte Form des Gruppenmusizierens führt Bach im dritten Konzert vor. Hier verzichtet er ganz auf Soli und präsentiert drei gleichberechtigte Streichergruppen.
Seinen Ruf als Bürgerschreck verteidigte Igor Strawinsky nach Herzenslust, die Dynamik der Pet-ruschka-Musik war 1911 neu auf der Ballettbühne und entsprechend provokant. Strawinsky nutzte
Jahrmarktsmusik und Elemente der Volksmusik und schildert so ein buntes Panoptikum. Jede Aufgabe habe ihre eigene Lösung, meinte Strawinsky, die Frage danach müsste eigentlich lauten, wann der Komponist denn eigentlich einmal er selbst gewesen wäre? Mit der Pulcinella-Suite legt der Komponist ein barockes Gewand an. Mit behutsam eingesetzten Dissonanzen gibt er sich dem Beobachter kurz zu erkennen.