Mitwirkende

  • Tung-Chieh Chuang Dirigent
  • Reto Bieri Klarinette

Programm

  • Michail Iwanowitsch Glinka Ruslan und Ljudmila, daraus: Ouvertüre
  • Fazil Say Khayyam. Konzert für Klarinette und Orchester, op. 36
  • Alexander Borodin Sinfonie Nr. 2 h-Moll "Heldische"

 

Hier stimmt die Chemie
Für sein Klarinettenkonzert hat sich Fazil Say vom persischen Dichter, Philosophen, Mathematiker und Astronomen Omar Khayyam inspirieren lassen. Omar Khayyam wusste sein Leben zu genießen, hatte eine Schwäche für guten Wein und wurde für seine moderate Auslegung des Islam kritisiert. Einige Zeit verbrachte der persische Gelehrte des 11. Jahrhunderts am Hofe eines Sultans, der ihn damit beauftrage, einen möglichst genauen Kalender zu erstellen. Khayyam legte die Dauer eines Jahres auf 365,24219858156 Tage fest – das ist präziser als der heutige überwiegend gebräuchliche Gregorianische Kalender, der erst 500 Jahre später entwickelt wurde. Mit Naturwissenschaften beschäftigte sich auch Alexander Borodin hauptamtlich. Als angesehener Chemiker hatte er kaum Zeit, um seinem Hobby, dem Komponieren, nachzugehen. Die 2. Sinfonie ist eines der wenigen Werke, das er schrieb. Landsmann und Zeitgenosse Michail Glinka machte im Prinzip auch nichts anderes: Mit seiner Musik lost er eine chemische Reaktion nach der anderen aus.