Mitwirkende

  • Tahir Aydogdu Solist

 

HINWEIS ZUM VERANSTALTUNGSBESUCH IN PANDEMIEZEITEN

Die Konzertbesuche sind weiterhin mit einigen Bestimmungen verbunden:

Bitte bringen Sie einen offiziellen Nachweis eines negativen PCR-Tests mit, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Der Beleg über eine vollständige Impfung vor mindestens 14 Tagen oder der Nachweis einer Genesung, die nicht länger als 6 Monate zurückliegt, ersetzt das negative Testergebnis.

Schülerinnen und Schüler bringen bitte ihren Schülerausweis mit.
Kinder bis einschließlich 6 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht während der gesamten Veranstaltung.
Kinder bis einschließlich 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

 

MÜNZEVİ ADASI

Istanbul im Jahr 2012: Im Zeichen der Apokalypse suchen drei Musiker – ein Derwisch, ein Alevit und ein Armenier – ihr Heil auf den Prinzeninseln vor der Küste. Im Gemisch der Kulturen kreuzen sich ihre Wege auf der Spur des Gottesboten Hıdır sowie des Heiligen Georgs vom Klosterberg. Wer ist der grüne Mann auf den südlichen Steilhängen? Hat er das Ende der Welt entfesselt?

Im Sommer 2021 erschien Stefan Pohlits Roman, “Münzevi Adası”, auf Türkisch im Istanbuler Heyamola-Verlag. Unter dem Pseudonym İrfan hat der Komponist seine Erfahrungen in der nahöstlichen Musik- und Sufiszene zum ersten Mal in literarischer Form verarbeitet. Vor dem Hintergrund der Sozialgeschichte Istanbuls enfaltet er ein surrealistisches Tableau, das Ereignisse und Schauplätze durch die Symbolsprache christlicher und islamischer Mystik neu verknüpft. Die Handlung kreist um den authentischen Fall Franz Fischers, eines Wiener Erfinders, der in den 1970er Jahren als Einsiedler auf den Prinzeninseln lebte und bleibende Spuren hinterließ. Die Hauptfiguren tragen Merkmale der vier Sphinxtiere aus der Johannes-Apokalypse und dem astrologischen Tierkreis. Angelehnt an den Drehtanz der Derwische ebenso wie die Mythologie des pythagoräischen Quintenzirkels, verdichten sich die Handlungsstränge als vielstimmige Symphonie. Im Wunsch, zwischen den Buchreligionen eine Brücke zu schlagen, entwirft der Autor eine Metapher postmoderner Identität, deren Schleier sich erst im letzten Kapitel lüften und verschiedene Deutungen erlauben.