Künstlerportrait 2018/2019: Pinchas Zukerman

Seit über vier Jahrzehnten spielt Pinchas Zukerman die Violine auf höchstem Niveau. Längst wird er auch als Dirigent gefeiert.

Ein Mann mit vollem, weißem Haar, die Körperhaltung ist lässig, die tiefe Stimme dringt durch, auch wenn er leise spricht. Pinchas Zukerman ist auch außerhalb der Konzertbühne eine faszinierende Erscheinung. Ein Mensch, der in sich ruht und weiß was er will. Obwohl der 70-Jährige inzwischen seit über vier Jahrzehnten weltweit umjubelt wird, ist ihm jede Art von Affektiertheit fremd. Fragt man ihn nach dem Geheimnis seiner mitreißenden Interpretationen, lautet die Antwort in einem Wort: Technik.

Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Pinchas Zukerman geboren. Seine Familie hatte das Warschauer Ghetto und das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Nun, in Israel, sollte nach dem unvorstellbaren Grauen das Leben neu beginnen. In dieser Zeit wuchs Zukerman auf, er selbst spricht von einem „Wiedererwachen der Seelen“. Mit seiner aus Ungarn stammenden Geigenlehrerin Ilona Fehér sprach er deutsch. „Einen schönen Ton musst du haben, Pinchas.“ Diesen Satz kann er bis heute zitieren. Und den Grundsatz: „Wer sich gut fühlt, klingt auch gut.“

Der israelische Ausnahmemusiker Pinchas Zukerman, der Vorbild für Generationen von Geigern geworden ist, gastiert in der Saison 2018/2019 mit zwei herausragenden Konzertprogrammen bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die ihm ein Künstlerportrait widmet. Im Rahmen von RHEINLAND-PFALZ EXCELLENT!  in Kooperation mit der renommierten Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses Villa Musica, stehen  darüber hinaus im April 2019 weitere Projekte mit Pinchas Zukerman auf dem Programm.