Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Gustav Rivinius Violoncello

Programm

  • HK Gruber Dancing in the Dark. Konzertstück für Großes Orchester
  • Bernd Alois Zimmermann Konzert für Violoncello und Orchester in Form eines "Pas de Trois"
  • György Ligeti Concerto Românesc - Rumänisches Konzert
  • Alexander Skrjabin Sinfonie Nr. 4 op. 54 "Le Poème de l'Extase"

Beschreibung

Die Aufhebung von Gestern und Heute, von hier und jetzt spielt auch eine tragende Rolle bei den Werken der MODERN TIMES 5. Den Anfang macht HK Grubers vielschichtiges Orchesterwerk Dancing in the Dark, dessen Titel als Link zu dem gleichnamigen Song des Tänzers und Sängers Fred Astaire verstanden werden muss. Gleichzeitig aber erzählt der Komponist auch „Wiener G’schichten“, setzt er die Traditionslinie Mahler-Berg fort. Weite Wege legte auch Bernd Alois Zimmermann in seinem klangbunten Cellokonzert Pas de trois (1965/66) zurück, das in dem Solisten Gustav Rivinius einen kongenialen Partner findet. Als Ballettmusik gedacht, lädt uns der erste Abschnitt „in ein Tal der Träume“ ein, während der letzte zu einem Blues führt, dem Zimmermann die drollige Überschrift „Die Fee, das Violoncello und der Kontrabass“ gab. Mit einer überraschenden „Fülle des Wohllauts“ wartet auch Györgi Ligetis Concerto Românesc auf, ein Frühwerk des Komponisten, dem er, Bartók vergleichbar, rumänische Volkslieder zugrunde legte. Von solcher Bodenständigkeit ist das groß besetzte, 1908 uraufgeführte Poème de l’Extase von Alexandre Skrjabin meilenweit entfernt. Das monumentale Werk verleiht den MODERN TIMES 2017 sein Motto. Der Komponist wollte sich in seiner mystischen Tondichtung ins All aufschwingen und so zu neuen Stufen des Bewusstseins gelangen – ein sinnlich nachvollziehbares Rauscherlebnis, das mit Nietzsches Idee des Übermenschen einherging.

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