Aktuelle Pressemeldungen über die deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz finden sie hier.

Saison 2016/17

  • Umgraben, säen, ernten (27.01.2017)

    Erstes Ludwigshafener Konzert nach angekündigtem Abschied: Karl-Heinz Steffens und die Staatsphilharmonie mit Werken von Strauss
    Von Frank Pommer
    Es war der erste Auftritt von Karl-Heinz Steffens am Pult der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen, nachdem er Ende vergangenen Jahres angekündigt hatte, seinen 2018 auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. Das Programm mit Werken von Richard Strauss – neben dem Spätwerk „Metamorphosen“ noch die Tondichtung „Ein Heldenleben“ – macht bewusst, was wir vermissen werden, wenn Steffens seinen Chefposten in Ludwigshafen geräumt haben wird.
    Angefangen hatte Karl-Heinz Steffens 2009 mit einem Konzert im Ludwigshafener Feierabendhaus der BASF. Auf dem Programm: Werke von Mozart, Schönberg und Brahms. Ein irgendwie typisches Programm für ihn, mehrere Jahrhunderte umspannend. Mit den drei großen Bs, die sonst so gerne von den Konzertorchestern bedient werden, also mit Beethoven, Brahms und Bruckner alleine hat er sich eh nie zufriedengegeben. Da war immer eine viel zu große Neugierde, auf neue Musik ebenso wie auf alte.Dennoch gab es einen Bruckner-Zyklus in den vergangenen Jahren ebenso wie großartige Interpretationen der Sinfonien Schumanns, Schuberts und natürlich Brahms’ und Beethovens. Die Staatsphilharmonie hat unter Steffens das eine getan, ohne das andere zu lassen. Sie hat mit Konzertreihen und Festivals wie „Modern Times“ oder „Rebellion im Quadrat“ musikalisches Neuland ebenso betreten, wie sie das klassisch-romantische Repertoire bedient hat.
    Geht ja auch gar nicht anders bei einem Sinfonieorchester, das vom Land als seinem Träger und Geldgeber auch dezidiert den Auftrag hat, so etwas wie die musikalische Grundversorgung in seiner Heimat zu gewährleisten. Dennoch zeigt sich an dem Selbstbewusstsein, mit dem Intendant Michael Kaufmann heutzutage auch eher sperrige, avancierte Programme durchsetzen kann, wie sich das Ansehen der Staatsphilharmonie in der Ära von Karl-Heinz Steffens verändert hat. Früher bestimmten die Veranstalter vor Ort das Programm. Man war eine Art Bestell- oder Gebrauchsorchester. Die Zeiten sind zum Glück vorbei.
    Mit Projekten wie Wagners „Ring des Nibelungen“ in Halle und Ludwigshafen oder auch einem Auftritt im berühmten Wiener Musikvereinssaal – um nur zwei Beispiele zu nennen – hat Steffens dafür gesorgt, dass das Orchester ganz anders wahrgenommen wird. Was einst, lange vor Steffens, als Pfalzorchester begann, darf heute tatsächlich als das Orchesterflaggschiff des Landes bezeichnet werden. Er selbst umschreibt das so: „Wir haben das Orchester wieder auf die Landkarte gesetzt.“
    Wenn er solche Sätze sagt, dann wirkt das keineswegs arrogant. Selbstbewusst, das schon. Mit jener natürlichen Autorität, mit der er auch am Pult steht. Hierbei hilft ihm natürlich seine immense Erfahrung als Solo-Klarinettist in den besten deutschen Orchestern, von Frankfurt über München bis Berlin. Steffens weiß, was er hören will, und er fordert dabei auch seine Musiker. Kritiker, auch im Orchester, sprechen dann auch schon mal von Überforderung. Solche – nennen wir es mal so – Reibungsverluste sind normal. Bequem kann es sich niemand machen im Orchester, wenn vorne ein Chef steht, der ambitionierte Ziele hat und diese auch konsequent verfolgt. Steffens formulierte das in einem RHEINPFALZ-Interview folgendermaßen: „Ich grabe das Feld um, bevor ich aussäe. Und ich grabe es bis zur letzten Ecke um.“
    Das liegt bereits hinter der Staatsphilharmonie, das Umgraben und Aussäen. Im Moment kann geerntet werden. Das Orchester hat in der jüngeren Vergangenheit eine Flexibilität in Bezug auf das Repertoire erreicht, welche die Staatsphilharmonie zuvor nie besessen hatte. Noch einmal in seinen eigenen Worten: „Man muss immer auf die Musik schauen, auf die Musik hören. Und dann werden Sie erkennen: Die musikalischen Grundgesetze sind bei Bartók die gleichen wie bei Brahms oder Beethoven.“ Auch Hierarchien hat Steffens zum Teil durcheinander gewirbelt und gerade bei den Streichern in Stein gemeißelte Sitzordnungen aufgebrochen. Der Erfolg gab und gibt solchen Maßnahmen recht. In bester Kapellmeister-Tradition hat er so ein homogenes, gut abgemischtes Klangideal verwirklicht, bei dem gerade den mittleren und tiefen Streichern eine große Bedeutung zukommt. Besonders deutlich wird dies, wenn man wie am Mittwoch den Orchesterfarben-Zauberer Richard Strauss spielt.
    Der zeigt zwei ganz unterschiedliche Gesichter an diesem Abend. Vor der Pause zunächst die „Metamorphosen“ für 23 Solostreicher. Ein intonatorisch tückisches Werk, das jeden einzelnen Musiker fordert. Kein Verstecken möglich, wie von einem Scheinwerfer wird jede Stimme ausgeleuchtet, herausgestellt, ins Rampenlicht gezerrt. Die Partitur verzeiht nichts. Auch wenn sie inhaltlich als eine einzige Abbitte zu verstehen ist. Das Weltabschiedswerk eines Mannes, der am Lebensende zwar immer noch nicht bereit ist für die musikalische Moderne, aber wohl doch auch eigene Fehler einsieht. Ein Klagegesang, ohne Worte, angestimmt 1945 angesichts eines in Trümmern liegenden Deutschlands.
    Wie anders dagegen die geradezu größenwahnsinnige Biografie in Tönen vor der Pause: „Ein Heldenleben“. Strauss meinte das 1898 völlig ironiefrei. Auf der Bühne ist es nun sehr eng geworden. Die Staatsphilharmonie in Größtbesetzung. Man braucht in dem Ludwigshafener Konzertsaal wieder eine Weile, bis man sich in der übermächtigen Klanggewalt zurechtfindet. Dann aber ist man begeistert vom scheidenden Konzertmeister (sein Probejahr läuft aus) Sebastian Casleanu, der auf der Violine „Des Helden Gefährtin“, also die Strauss-Gattin Pauline, verkörpert. „Des Helden Walstatt“ gerät dann zum eruptiven Klanggewitter, aus dem mit großer Emphase das Heldenthema als Sieger hervorgeht. Großartig schließlich, wie Steffens die leicht verschattete, weil immer melancholisch angehauchte Schönheit im Schlussabschnitt „Des Helden Weltflucht und Vollendung“ gestaltet. Da war fast ein Hauch von Abschiedsstimmung im Saal spürbar.
    Noch können wir uns aber auf mehr als eine Spielzeit mit Karl-Heinz Steffens freuen. Und, ja, natürlich, es gibt auch ein Leben danach. Eines, in dem er als Gastdirigent zurückkehren wird; eines aber auch, in dem ein anderer oder eine andere seine Position einnehmen wird. Und hoffentlich eine neue Ära begründen wird. Die nächsten Monate sind für das Orchester eine Chance, nicht zuletzt, um zu zeigen, dass man auch mit einem Chefdirigenten, dessen Abschied bereits feststeht, intensiv zusammenarbeiten kann. Jene Art von Abschiedsscharmützel, wie man sie leider immer mal wieder in Orchestern in ähnlicher Situation beobachten kann, sollte man sich jedenfalls sparen.
    Die Nachfolge für Steffens wird sicherlich die wichtigste Personalentscheidung, die Intendant Michael Kaufmann in Ludwigshafen je treffen wird – auch wenn es da ja auch noch eine vom Ministerium eingerichtete Findungskommission gibt. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ hat Kaufmann ganz nach oben im Regal gegriffen und bereits Namen wie Ingo Metzmacher ins Spiel gebracht. Wenn ein Dirigent dieser Kategorie tatsächlich nach Ludwigshafen kommen würde, dann wäre das ein weiterer Beweis dafür, wie sehr sich das Renommee des Orchesters verändert hat. Allerdings müsste auch das Land bereit sein, diesen Weg der Staatsphilharmonie weiter mitzugehen. Hier kann man ja durchaus auch die Befürchtung haben, dass so mancher in Mainz sich gerne mit viel weniger zufriedengeben würde. Ein erfolgreiches Orchester nervt und stresst halt, weil der Erfolg auch seinen Preis hat. Allerdings wäre jeder Rückschritt jetzt fatal. Die Zeiten des Pfalzorchesters sind eben doch zum Glück vorbei.
  • Erste Sahne (03.02.2017)

    Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in der Berliner Philharmonie: Auftakt der Tournee mit Starsängerin Elina Garanca
    Von Frank Pommer
    Hier spielt man nicht alle Tage: Am Mittwochabend gastierte die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in der Berliner Philharmonie. Es war das Auftaktkonzert der Deutschland-Tournee des Ludwigshafener Orchesters mit der lettischen Star-Mezzosopranistin Elina Garanca, die am 23. Februar im Mannheimer Rosengarten enden wird. Am Pult stand der Ehemann der Sängerin, Karel Mark Chichon, der noch bis Ende der laufenden Spielzeit Chefdirigent der Deutschen Radio-Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern ist.
    Als Karel Mark Chichon von Südwestrundfunk und Saarländischen Rundfunk als Nachfolger von Christoph Poppen vorgestellt wurde, rutschte einem der Senderverantwortlichen der verhängnisvolle Satz raus: „Wir haben nicht den Ehemann verpflichtet, sondern den Dirigenten.“ Schon diesen Verdacht zu dementieren, bestätigt ihn ja irgendwie, womit man dem 1971 in London geborenen Dirigenten durchaus unrecht tut. Er ist seinen eigenen Weg gegangen, dirigiert heute an vielen wichtigen Opernhäusern bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera. Und dies keineswegs nur, wenn seine Frau auf der Bühne steht. Natürlich aber sind die beiden auch gemeinsam als Paar unterwegs. Davon profitierte die Radiophilharmonie ebenso wie jetzt die Staatsphilharmonie.Die 1976 in Riga geborene und dort auch ausgebildete Sängerin – die ersten Engagements in Deutschland führten sie an die Opernhäuser in Meiningen und Frankfurt – hat etwas erreicht, was einem Mezzosopran nicht allzu oft gelingt. Sie ist ein absoluter Weltstar, eine Diva. Ein Etikett, das sonst ja doch eher auf den Garderobentüren der Kolleginnen aus dem Sopranfach angebracht ist. Sieht man mal von Cecilia Bartoli ab, singen die Mezzosoprane meist im Hintergrund. Vorne, sozusagen an der Rampe der Öffentlichkeit, also dort eben, wo die wirklichen Superstars der Klassik gemacht werden, dort stehen im grellen Scheinwerferlicht die Sopranistinnen.
    Bei Elina Garanca ist das anders, und dies nicht nur, weil sie schon früh in ihrer internationalen Karriere zusammen mit der russischen Über-Sopranistin Anna Netrebko im Studio und auf der Bühne stand. Italienisches Belcanto, Mozarts lyrische Partien, Bizets „Carmen“ und auch den Octavian im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss – das sind so die Partien, mit denen die Mutter zweier kleiner Mädchen zwischen Berlin, Wien, Paris und New York unterwegs ist. Wenngleich sie sich jetzt eine leichte, aber auch nachhaltige Repertoire-Veränderung verordnet hat: Das dramatischere Fach lockt, etwa die Prinzessin Eboli in Giuseppe Verdis „Don Carlo“. Das merkt man auch dem aktuellen Programm an, mit dem sie ihre Deutschlandtournee zusammen mit der Deutschen Staatsphilharmonie gestaltet.
    Liest man Kritiken ihrer Konzerte und Opernauftritte, wird immer wieder ihre bestechende, quasi keine Widersprüche duldende und keine Zweifel zulassende Bühnenpräsenz betont (neben ihrer „sahnigen“ Stimme, was auch immer das sein mag). Aber schon wenige Sekunden auf der Bühne der mittlerweile ja fast schon einen legendären Ruf genießenden Philharmonie von Hans Scharoun aus den frühen Sechzigern reichen aus, um klar zu machen, wer hier das Sagen hat. Garanca strahlt so viel künstlerische Autorität aus, dass selbst der Dirigent und Ehemann auf ehrfurchtsvollen Sicherheitsabstand geht. Fast möchte man ein wenig frösteln angesichts solch eisiger Professionalität.
    Davon kann am Ende des Abend dann aber keine Rede mehr sein. Mit „Granada“, das Agustin Lara einst für Tenor geschrieben und mit dem schon Fritz Wunderlich nicht nur bei den Damen im Publikum für weiche Knie gesorgt hat, als zweiter Zugabe ist die gesamte Philharmonie nur noch ein einzig Jubeln.
    Zwar hoffen die Garanca-Fans vergeblich auf eine Nummer aus Bizets „Carmen“, aber sie werden mit einer Sängerin entschädigt, die sich aufgemacht hat zu neuen Ufern. Am Ende ihres Wegs ins dramatische Fach könnte laut Garancas eigener Einschätzung durchaus auch Wagners Kundry im „Parsifal“ stehen. Im Moment ist es aber noch die Santuzza aus Mascagnis Verismo-Oper „Cavalleria Rusticana“. Elina Garanca singt die Arie „Voi lo sapete, o Mamma“, und sie tut das mit einer breit sich verströmenden, immer über Kraftreserven verfügenden Stimme, die in hoher wie tiefer Lage gleichermaßen sicher ist. Und Abbitte muss man auch dem Kollegen leisten, der von „sahnig“ geschrieben hat. Da ist schon was dran, das ist sehr geschmeidig, seidig, wenn man das so sagen darf, sämig, wie sie völlig ohne Brüche und ohne Zögern jeden Registerwechsel bewältigt. Und das gilt nicht nur für Mascagni, sondern auch für Saint-Saëns („Samson et Dalila“), Tschaikowsky („Die Jungfrau von Orleans“) oder Cilea („Adriana Lecouvreur“).
    Für die Deutsche Staatsphilharmonie ist dieses Repertoire ziemlich ungewohnt. Wer ansonsten zwischen Beethoven, Brahms, Bruckner, Mahler und Strauss unterwegs ist, der könnte an Verdis Ouvertüre zur „Sizilianischen Vesper“ oder an den „Danze delle ore“ aus Ponchiellis „La Gioconda“ durchaus zu knabbern haben. Anders gesagt: Wer große Sinfonik gewöhnt ist, könnte italienische Oper für zu leicht befinden und sich daran verheben. Doch dazu agieren die Musiker viel zu konzentriert und engagiert. Und mit Karel Mark Chichon steht zudem ein umsichtiger, sehr genaue Einsätze gebender Dirigent am Pult, der offensichtlich auch sehr intensiv mit dem Orchester gearbeitet hat. So viel Italianità, so viel Leichtigkeit, Beschwingtheit, eine solche Pianissimo-Kultur hört man von dem rheinland-pfälzischen Vorzeigeorchester jedenfalls selten. Letzteres wird natürlich auch durch die sagenhaft gute Akustik der Berliner Philharmonie ermöglicht. Die klingt, zumindest wenn man einen Platz vor dem Orchester hat, besser als die in der neuen Elbphilharmonie – wenn man dort genau gegenüber, also hinter dem Orchester sitzt. Der belastbare Vergleich von entsprechenden Sitzpositionen steht jedoch noch aus.
    Das Zusammenwirken zwischen Dirigent und Orchester funktioniert jedenfalls perfekt. Zwischen Chichon und seiner Ehefrau Elina Garanca kann man fast schon von blindem Verständnis sprechen. Er weiß genau, wann sie einen Spitzenton besonders ausstellen und vielleicht noch mit Verzierungen aufwerten will. Sie kann sich darauf verlassen, dass er jede Ausdrucksnuance mitträgt, das Orchester anleitet, darauf einzugehen. Die Professionalität jedenfalls ist verblüffend – und wird von der Staatsphilharmonie bestätigt.
     
     
  • Diva ohne Allüren (16.02.2017)

    Düsseldorf. In der Tonhalle begeisterte die Sopranistin Elina Garanca. Von Heide Oehmen
     
    Das war eine Vorstellung, die höchsten vokalen Ansprüchen genügte - das Konzert mit der aus dem lettischen Riga stammenden Elina Garanca in der fast ausverkauften Tonhalle. Die Mezzosopranistin, die vor kurzem ihr 40. Lebensjahr vollendete, befindet sich seit mehr als zehn Jahren auf einem sich kontinuierlich steigernden künstlerischen Höhenflug. Ihre Leistungen wurden bereits mit drei Echo-Klassik-Auszeichnungen honoriert.
    Garancas ganz ausgeglichener, berückend changierender Mezzo reicht von stabiler, niemals forcierter Tiefe über eine warm getönte Mittellage bis zu leuchtenden Sopranhöhen, die auch in den extremen Lagen immer noch unangestrengt und angenehm klingen. Der behutsam vollzogene Wechsel der Sängerin zu Verismo und anderen dramatischen Partien hat keinerlei Spuren hinterlassen. Im Gegenteil.
    Außerdem ist die Garanca eine Vollblutkünstlerin ohne Diva-Allüren, sie macht keine Bewegung zu viel und wirkt dennoch in ihren Interpretationen überaus lebendig. Ihre Arien aus Tchaikovskys "Die Jungfrau von Orleans", Cileas "Adriana Lecouvreur" oder Mascagnis "Cavalleria Rusticana" faszinierten ob dieser Makellosigkeit, und bei der großen Arie der Dalila (Saint-Saens "Samson und Dalila") wagten die ergriffenen Zuhörer kaum zu atmen.
    Garancas Ehemann, Karel Mark Chichon, leitete die in großer Besetzung angereiste "Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz" und vermochte - nicht zuletzt dank der hohen Qualität des Orchesters -die interpretatorischen Vorgaben der Solistin bis in die kleinsten Nuancen mit zu vollziehen. In der Ouvertüre zu Verdis "Sizilianischer Vesper", dem Vorspiel zum ersten Akt der Donizetti-Oper "La Favorite" und vor allem dem fein austarierten "Melancholischen Walzer" von Emil Darzins präsentierten sich die Pfälzer als bemerkenswerter Klangkörper.
    Drei die Programmfolge beschließende "Neapolitanische Canzonen" in denen die Sängerin, der Dirigent und die Instrumentalisten äußerst temperamentvoll agierten, rissen die Zuhörer zu Ovationen hin. Bei ihrer Zugabe hielt Elina Garanca die gerade erhaltenen Blumen im Arm. Ein anrührendes Bild war das. Danach sang sie sogar noch "Granada", auch das großartig.
     
  • Gegen alle Klischees (17.03.2017)

    Ludwigshafen: Die Staatsphilharmonie spielt bei der BASF unter der Leitung von Shiyeon Sung Werke von Britten, Elgar und Ravel
    Von Sigrid Feeser
    Klassik light geht immer, dachte man sich bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und setzte mit Benjamin Britten und Edward Elgar zwei wertbeständige Engländer auf das Programm des jüngsten Sinfoniekonzerts im BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen. Dazwischen spielte Bertrand Chamayou den Solopart in Ravels Klavierkonzert G-Dur.
    Englische Komponisten stehen hierzulande immer ein wenig im Abseits; selbst unter Kennern gelten sie, mit Recht oder zu Unrecht, als ziemlich leichte Tücher. Populisten mit eingebautem Showeffekt, sozusagen. Ja, der Benjamin Britten, der hat es endlich geschafft, vor allem mit seinen in jeder Hinsicht großen Opern. „The Young Person’s Guide To The Orchestra“, auf Deutsch „Orchesterführer für junge Leute“, passt da schon eher ins Klischee, ein populärer Reißer zu sein – mit dem großen Barockmeister Henry Purcell als Themenlieferanten im Rücken und der nach vorne gerichteten Gewissheit, etwas pädagogisch wertvolles Zeitgenössisches geschrieben zu haben. Was ja auch stimmt.Die Leitung des Abends hatte die koreanische Dirigentin Shiyeon Sung, die sich dem Publikum als bemerkenswert solide Musikerin vorstellte. Der Britten war die erste Gelegenheit, sich mit dem gestisch ausladenden Dirigierstil von Shiyeon Sung anzufreunden. 42 Jahre alt ist die im wesentlichen in Europa ausgebildete Koreanerin und schon seit Längerem recht gut im internationalen Geschäft.
    War Brittens Variationsfolge nebst pompös ranklotzender Final-Fuge in allen ihren Details sorgfältig ausgehört und verständig aufbereitet, ging es bei Elgars Enigma-Variationen dann erst richtig in die Vollen. Bei diesem Stück hört man eigentlich immer den Marschtritt von „Pomp And Circumstances“ mit, selbst, wenn in den bestimmten Charakteren aus dem Umfeld des Komponisten gewidmeten Variationen die leisen und nachdenklichen Passagen ebenso ihren Platz haben wie das Lustige und das Groteske. Umso schöner, dass Shiyeon Sung und die Staatsphilharmonie in diesem Punkt dem in Kontinentaleuropa in seiner Bedeutung notorisch unterschätzten Sir Edward nichts schuldig blieben. Die Instrumentalsoli und die mit raffinierter Selbstverständlichkeit herausgestellten einzelnen Orchestergruppen waren top; man spielte mächtig (und trotzdem differenziert) auf und am Ende einen schönen Erfolg ein.
    Diesen Erfolg gönnte das Publikum im Feierabendhaus auch Bertrand Chamayou gern. Der Ravel-Spezialist (35) aus dem französischen Toulouse hatte ein erstaunlich uneigennütziges Händchen für dessen Klavierkonzert in G-Dur. Das ist zwar nicht ganz leicht zu spielen, aber ohne jenen virtuosen Chic, der Rachmaninov-gestählte Klavierfreaks so richtig süchtig machen kann. Zum Abstauberstück für reisende Tastensportler taugt es nun mal gar nicht, es ist eben vor allem „nur Musik“ und als solche ein Wunderwerk an gedanklicher Präzision, formvollendet und geistvoll in jedem Takt.
    Fabelhaft, wie der (mit der gleichen Redlichkeit begleitete) Gast seinen von innen heraus beherrschten und gestalteten Solopart meisterte, bei aller Individualität des Zugriffs nämlich unbedingt werkorientiert. Das machte Lust aufs Zuhören, hatte Stil und hatte Klasse – manuelle Tadellosigkeit ist auf diesem Niveau sowieso selbstverständlich. Heißt: bemerkenswertes Konzert, bemerkenswerte Interpreten.
  • Mord mit Click (18.03.2017)

    Der Fernsehkrimi spielt im Schwarzwald, die Klänge kommen aus Ludwigshafen. Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz hat gestern mit den Filmmusik-Aufnahmen für einen neuen „Tatort“ begonnen. Zwei Tage sind für die Einspielung vorgesehen. Besondere Momente für Komponistin und Regisseur. Beide waren vor Ort mit dabei.
    Von Rebekka Sambale
     
    Der Ludwigshafener Gefühlszustand von Martina Eisenreich und Axel Ranisch bewegt sich zwischen gespannt, glücklich und nervös. Die Musik ihres „Tatorts“ wird hier, in der Philharmonie, von der Partitur ins Ohr gebannt. Die hellen Cembalo-Klänge wirken frech-verspielt, tiefe Blechbläser bringen einen plump-volkstümlichen Duktus hinein. Röhrenglocken verleihen dem Ganzen etwas Geheimnisvolles. Sehr passend das alles für ein altes, etwas verschrobenes Hotel mitten im Schwarzwald. Dort ermittelt Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) im gerade fertig gedrehten Ludwigshafen-„Tatort“.Doch bevor der Mord aufgeklärt wird, muss das Orchester erst noch einmal ab Takt 89 spielen. Und wieder. Das rote Licht leuchtet. Aufnahme. Und noch mal. „Wie ist das mit der Kleinen Trommel gemeint?“, fragt ein Musiker die Komponistin. „Mit kleinem Stick auf Fell“, erklärt Martina Eisenreich. Und noch mal. Die Frau mit dem wallenden, roten Haar sitzt im sonst leeren Zuschauerraum. Neben ihr Ranisch, mit roten Hosenträgern, außergewöhnlich und ein bisschen ausgeflippt wie immer.
    „Eine Verdichtung von Zeit“, nennt Eisenreich diese Aufnahmemomente, die für sie auch Ausnahmemomente sind. Nur jetzt, hier und heute, habe sie noch die Möglichkeit, Anweisungen zu geben, einzugreifen. Monatelang hat sie gesessen, erdacht, aufgeschrieben. Jetzt spielt ein Orchester die Noten zum ersten Mal. Die Dinge fokussieren sich. Auch auf Dirigent Christian Schumann – der Mann vor dem Orchester, der Mann mit den Clicks im Ohr.
    Filmmusik einspielen ist für die Musiker eine Gratwanderung zwischen freier Entfaltung und punktgenauer Arbeit. Während auf der Konzertbühne Dirigent und Orchester das Tempo gestalten können, wie sie wollen – nur einig sollten sie sich sein –, richtet sich Schumann mit seinem Dirigat nun nach den Clicks aus seinen Kopfhörern. Die wirken wie ein Metronom im Ohr. Schließlich muss die Musik später zeitlich zum Film passen.
    Eisenreichs Komposition ist rhythmus-ansteckend, kreativ, auf hohem Niveau unkompliziert. Sie schafft Atmosphäre und – ja – auch Bilder im Kopf. Das ständig vorwärtslaufende Cembalo weicht Liegeklängen der Streicher. Jetzt scheint alles friedlich. Dann kommt wieder das tiefe Blech. Die Ruhe trügt also. Was geht eigentlich vor in diesem Hotel? Ein Mord? Das Ermittlerteam findet Knochensplitter im vegetarischen Essen. Alles weitere dann 2018 im Fernsehen.
    Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist Filmmusik-erfahren. Viele Projekte verbinden die Musiker mit dem Dirigenten Frank Strobel, der Klänge zu Bildern zu seinem Spezialgebiet gemacht hat. Es ist der erste Ludwigshafener „Tatort“ für den ein Sinfonieorchester eine komponierte Filmmusik einspielt, wie SWR-Produktionsleiterin Birgit Simon sagt. Überhaupt wird solch ein klanglicher Aufwand bei Fernsehkrimis nur selten getrieben. Ist auch eine Kostenfrage.
    Regisseur Axel Ranisch liebt Improvisationsfilme. Auch die Dialoge in dem kürzlich ausgestrahlten „Babbeldasch“ entstanden spontan. So wird es auch bei der „Waldlust“ sein, die ausschließlich in besagtem Hotel gedreht wird. Keine Szene aus Ludwigshafen. „Dafür klingt der ,Tatort’ nach Ludwigshafen“, tröstet Ranisch grinsend, meint damit die Staatsphilharmonie mit ihrem Sitz in Lu und zieht dann locker sein Smartphone aus der Hosentasche, um zu zeigen, wie alles anfing, mit der Filmmusik. Er zeigt das in Worte gefasste musikalische Programm, das er Eisenreich zugeschickt hatte. Darin: grobe atmosphärische Beschreibungen, eine ungefähre Dauer der einzelnen Teile.
    „Mit der singenden Säge hat mich Martina dann überrascht“, sagt Ranisch. Der Interpret des außergewöhnlichen Instruments sitzt bei der Aufnahme in Reihe eins. Ansonsten gibt’s sechs Schlagwerker, Harfe, Cembalo – dazu eine Sinfonieorchester-Besetzung. Die Idee mit der singenden Säge? Eisenreich muss kurz überlegen, wie sie das jetzt erklärt. Wie sie ihre Gedanken und Gefühle bei der Komposition in Worte fasst. Dann sagt sie: „bittersüße Traurigkeit“. Die Gesamtstimmung des Krimis sei sehr düster. Die singende Säge könne jedoch gleichzeitig morbide und zart klingen. Stimmt.
    Am liebsten komponiere sie nur mit Stift und Papier sagt die Frau, die regelmäßig auch als Violinistin mit ihrem Martina-Eisenreich-Quartett auf der Bühne steht. Dieses Mal habe sie aber Midi-Files erstellen müssen. Mit dem elektronischen Orchestersatz konnten sich die Schauspieler vorm Dreh die Musik anhören. Die – durchaus ungewöhnliche – Reihenfolge war: Drehbuch, Komposition, Dreh, Musikaufnahme.
    „Das ist ein unglaubliches Erlebnis“, sagt Eisenreich und: „Man kann das in diesem Moment gar nicht alles fassen.“ Dort ein Einsatz der Bläser, da eine Streicherfläche, das Zusammenspiel mit dem Cembalo, eigentlich würde sie gerne neben dem Dirigenten stehen, gleichzeitig im Übertragungsraum sitzen und dem klanglichen Ergebnis lauschen. Aber das geht nicht alles gleichzeitig. Sie lächelt. Den Gesamtklang und alle musikalischen Details höre sie erst nach dem zweiten und letzten Aufnahmetag. Dann weiche auch die Nervosität.

Saison 2015/2016

  • Wuchtig, flirrend, mystisch

    Bruckner und der Trierer Dom - wirkungsvoller hätten die Kathedralklänge im Kultursommer Rheinland-Pfalz gar nicht weitergehen können. Karlheinz Steffens und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz entfalteten in der ältesten deutschen Bischofskirche eindrucksvoll die gewaltige Klang-Architektur der achten Sinfonie.
    Trier. Es war ein verhaltener Anfang. Die ersten Takte von Bruckners Achter hatten etwas Verschlossenes, mystisch Raunendes. Und der Dialog zwischen Streicher-Bassgruppe und Holzbläsern klingt im Trierer Dom, als käme er aus weiter Ferne. Aber dann überfällt der erste, große Orchestereinsatz den Hörer. Und da weitet sich der Orchesterklang zu einer gewaltigen Fülle. Im Hall der Trierer Bischofskirche nimmt die Musik den Hörer ganz in seine Mitte - ein überwältigendes Raumerlebnis.
    Karlheinz Steffens, Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, wusste, warum er das Konzept von den Kathedralklängen erfand. Gerade bei Bruckner klingen im Hall der rheinland-pfälzischen Bischofskirchen die Höhepunkte weit und offen und die leisen Passagen fern und entrückt - ganz anders als der Konzertsaal-Bruckner mit der Gefahr starker, aber enger Orchesterklänge.
    Mosel Musikfestival
    Wahr ist allerdings auch: Bruckner als Kathedralmusik ist mit Risiken verbunden. So wuchtig sich im Trierer Dom der Klang entfaltet - Details bleiben in diesem Raum auf der Strecke. Obwohl Steffens mit seinem Dirigat kompromisslos auf Präzision setzt, schleichen sich im akustischen Resultat Unschärfen ein. Und die können gerade bei der Achten mit ihrer Wagnernahen Chromatik und den Ansätzen zum Wagnersch’en Mischklang ein Problem werden.
    Am höchsten waren die akustischen Hürden wohl im Scherzo-Satz. Da verschwimmen die flirrenden Streicher-Tremoli, und die Bläser-Einwürfe wirken zufällig. Zudem nimmt Steffens das Trio allzu rasch (Bruckner: “Langsam”) und gibt ihm einige Atemlosigkeit mit.
    Ja, Defizite bleiben. Und dennoch fällt die Gesamtbilanz dieser Interpretation überwältigend positiv aus. Das Adagio, Herzstück der gesamten Sinfonie, entfaltet unter den Händen von Steffens und seinem Orchester eine einzigartige Gewalt und Tiefe, Wucht und mystische Versenkung. Wahrzunehmen, wie sich aus dem verhaltenen Begleitapparat der Streicher die ersten Violinen herauslösen und die Führung übernehmen, wird zum nachhaltigen Erlebnis.
    Karlheinz Steffens beschwört die Räumlichkeit von Bruckners Erfindung - ihren Kathedralcharakter. Wenn sich im dritten Abschnitt des Satzes die Streicher in ein Klangnetz von raschen Sechzehntelfiguren auflösen und darüber die Bläser ihren gewaltigen Klang-Dom errichten, dann erreicht die Interpretation eine religiöse Energie sondergleichen.
    Und noch etwas zeichnet diese Interpretation aus. Steffens gelingt es vom ersten Takt an, die Generalpausen und die nur scheinbar unverbundenen Sektionen in dieser Sinfonie zu einem großen, spannungsvollen Ganzen zu verbinden. Mögen Details untergegangen sein - der gewaltige Bogen dieser Interpretation hinterließ bei den rund 800 Besuchern einen tiefen Eindruck.
    War Johann Nepomuk Davids Chaconne a-Moll die passende Einleitung zum Brucknersch’en Großwerk? Gewiss haben diese Sinfonie und die Orgelkomposition wenig miteinander zu tun. Aber genau da liegt die Pointe der Programmdisposition: David imitiert Bruckner nicht und sucht ihn ohnehin nicht zu übertreffen. Mit der Komposition, die 1927 aus dem Geist der damaligen Orgelbewegung entstand, besetzt er stilistisch einen Bereich, den Bruckner freilässt.
    Domorganist Josef Still brillierte zudem in dieser technisch anspruchsvollen Musik, die ihren Reichtum hinter einer abweisenden Außenseite versteckt. Vielleicht ergibt sich nach dem Reger-Jahr 2016 ein David-Jahr - 2017, zum 40. Todestag des Komponisten.
    Trierer Volksfreund, 18.07.2016
    von Martin Möller
  • Großes Kino für die Ohren

    Konzert der Staatsphilharmonie unter dem Motto “Von Babelsberg nach Hollywood”

    Petrus muss ein Kulturfreund sein: Er bescherte dem Stadtfest Kaiserwetter zum Klassik-Open-Air der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Die 87 Musiker entführten ihr Publikum bei dem Konzert
    auf dem Platz der Deutschen Einheit unter dem Motto “Von Babelsberg nach Hollywood” in die Welt des Films. Fernsehschauspieler Manfred Callsen führte dabei durch das Programm mit Werken deutschsprachiger Komponisten. Ihnen gemeinsam: Sie mussten ab 1933 ins Ausland emigrieren.
    Mit der Ouvertüre aus dem Film “Exodus” von Ernest Gold - amerikanischer Komponist österreichischer Herkunft - präsentierte die Staatsphilharmonie ihren großen Klangkörper. Für “Exodus” wurde Gold 1961 mit dem Oscar ausgezeichnet. Filmmusik ist Frank Strobels Steckenpferd, seine Spielleidenschaft konnte er den Musikern übertragen.

    Der vielseitige Dirigent realisiert seit fast 20 Jahren eine Vielzahl erfolgreicher Filmmusik-Konzerte mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Bis 1998 war Strobel Chefdirigent des Filmorchesters Babelsberg, seit 2000 ist er künstlerischer Leiter der Europäischen Filmphilharmonie, die er mitbegründete.
    Gottfried Huppertz schuf die Musik zu Fritz Langs Monumentalwerk “Metropolis”. Mit “Maschinenmensch” erinnerte Strobel an die restaurierte Fassung des Originals von 2010, die er damals in Berlin dirigierte. Weiter ging es mit einem Medley von Liedern, die Richard Heymann komponierte. Bei “Ein Freund, ein guter Freund”, “Liebling, mein Herz lässt dich grüßen” und “Das ist die Liebe
    der Matrosen” kamen Erinnerungen an Filmstars wie Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar Karlweis auf. Revue- und Tonfilmkomponist Friedrich Hollaender schrieb viele Lieder Marlene Dietrich auf den Leib. Ein Höhepunkt seines Schaffens war “Der blaue Engel”, dessen Melodie “Von Kopf bis Fuß” weiterhin populär ist. Mit der Ouvertüre des Klassikers “Vom Winde verweht” von Max Steiner endete das großartige Konzert. Als Zugabe gab es einen fröhlichen Marsch von Gold aus “Robin Hood”.
    Das Publikum dankte mit langanhaltenden Applaus für das eineinhalbstündige Konzert. “Das hat mir gut gefallen. Die Auswahl war variationsreich und die Besetzung wie immer gut”, meinte die 65-jährige Vera Sommer aus Speyer. “Ich habe das Orchester zum ersten Mal gehört und bin begeistert”, ergänzte Jean-Claude Heyd (55) aus Straßburg. Aber auch der 57-jährigen Ludwigshafenerin Gabriele Schäufele gefiel das Konzert: “Es ist ein tolles Orchester. Mir hat es richtig Spaß gemacht, bei Sonnenschein eine solch tolle Musik zu hören.” jom
    (Veröffentlicht am 12.07.2016 im Mannheimer Morgen)