„Waldlust“ – digitale Filmmusikveröffentlichung der Tatort-Sinfonie

Wer die gelungene Filmmusikkomposition von Martina Eisenreich zu Hause anhören möchte, hat nun Gelegenheit dazu: Die von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz eingespielte Tatort-Sinfonie steht bei Amazon und Itunes zum Download bereit.

Überwältigend groß war das Publikumsecho auf den 2. Fernsehstreich des unvergleichlichen Axel Ranisch, nicht zuletzt wegen der ungewöhnlichen Filmmusik: Filmkomponistin Martina Eisenreich schrieb auf der Grundlage des dialoglosen Drehbuchs von Sönke Andresen eine viersätzige Tatort-Sinfonie für großes Orchester, die schon die Dreharbeiten begleitete und von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz eingespielt wurde.
Nachdem aus dem Publikum zahlreiche Anfragen zur Tatort-Sinfonie laut wurden, haben ARD und SWR die Freigabe erteilt, die Musik digital zugänglich zu machen. Seit gestern kann man das Album auf den üblichen Portalen zum Download erwerben oder streamen. Und auch wer sonst kein Fan des Kultkrimis ist, sollte wenigstens hinhören, denn der Soundtrack ist eine völlig autarke Musik, die weit über begleitende Hintergrundmusik hinausgeht.
Die Filmkomponistin Martina Eisenreich hatte im Auftrag des Südwestrundfunks eine „Tatort-Sinfonie“ zu „Waldlust“ komponiert, die die Staatsphilharmonie in insgesamt vier Aufnahmesitzungen im März und April 2017 u.a. unter der Leitung von Angel Velez, der eng mit klassischen Hollywood-Filmkomponisten zusammenarbeitet, eingespielt hat. Regisseur Axel Ranisch ist gelernter Opernregisseur, so ist es nicht verwunderlich, dass die Musik für ihn eine entscheidende Rolle trägt und das musikalische Konzept zum Tatort „Waldlust“ außergewöhnlich, wenn nicht einzigartig ist: „Das besondere an Filmen von Axel Ranisch ist, dass sie immer eine helle und liebevolle Note haben – egal wie schlimm es wird. Das ist eigentlich auch die Hauptinspiration, dazu die Musik zu finden, die beides in sich trägt“, so die Komponistin Martina Eisenreich. Feine musikalische Stimmungen finden ihren Ausdruck durch den Einsatz besonderer Instrumente: Die singende Säge steht für Melancholie, das Cembalo für Heiterkeit; eine kleine versteckte Hommage an die große Kriminalheldin Miss Marple, wie Axel Ranisch zu erkennen gibt.

Die Daten auf einen Blick:
„Waldlust“ – Eine Sinfonie zum Lena Odenthal Tatort von Axel Ranisch

Martina Eisenreich,
Komposition
Angel Velez und Christian Schumann, Dirigat
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Original Motion Picture Soundtrack