Programmänderung bei den KathedralKlängen am 27. Mai 2017 in Speyer

Domorganist Markus Eichenlaub eröffnet das Konzert im Rahmen der Kathedral.Klänge: BRUCKNER IN DEN DOMEN VIII mit Charles-Marie Widors Orgelsymphonie No. 10, der „Symphonie Romane“ in D-Dur, op. 73

Beim Konzert am kommenden Samstag im Speyerer Dom wird es eine Programmänderung geben. Anstelle von Maurice Duruflés „Prélude, Adagio et Choral varié sur le Veni Creator“ op. 4 wird der Domorganist des Speyerer Kaiser- und Mariendoms Markus Eichenlaub das Konzert am 27. Mai 2017 um 20 Uhr mit Charles-Marie Widors „Symphonie Romane“ in D-Dur, op. 73 eröffnen.
 
Der 1844 in Lyon geborene Komponist Widor gilt als „Vater der Orgelsinfonie“. Besonders seine „Symphonie Romane“, das zehnte und letzte Werk in dieser Gattung, das er 1899 vollendete, nahm ausschlaggebenden Einfluss auf die französische Orgelschule des 20. Jahrhunderts. Es ist die erste repräsentative Orgelkomposition, die gänzlich auf einem gregorianischen Thema, dem Orchestergraduale Haec dies („Dies ist der Tag“), beruht. So entstand ein großes zyklisches Werk, in dem das Wunder der Auferstehung und der Osterjubel eindrucksvoll musikalisch Eingang fand und mit dem Widors spirituelles Ideal seinen Höhepunkt erreichte. Die „Symphonie Romane“ versteht es, den Gregorianischen Choral geistreich und hochartifiziell in eine moderne Komposition einzubetten.
 
Dass dieses Werk, das Domorganist Markus Eichenlaub in der vergangene Woche für eine CD eingespielt hat, nun im Speyerer Kaiser- und Mariendom erklingen wird, ist eine große Bereicherung für die KathedralKlänge und verdeutlicht, dass der gregorianische Choral, der gewissermaßen das Rückgrat der abendländischen Musik ist, bis heute nichts von seiner beeindruckenden Wirkungsmacht eingebüßt hat.
 
Wie geplant folgt auf die Komposition von Widor Bruckners erste Sinfonie, interpretiert von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Karl-Heinz Steffens.