Das Orchester spielt ohne Dirigent. Frank Dupree leitet die Musiker vom Konzertflügel aus, während er ein Klavierkonzert Ludwig van Beethovens interpretiert. „Es ist ein besonderes Gefühl“, sagt der 24-Jährige. „Beim Spielen kommuniziere ich in direktem Kontakt mit dem Orchester. Das macht für mich den besonderen Reiz aus, Werke vom Klavier aus zu dirigieren. Jeder Musiker sitzt auf seiner Stuhlkante, da er für sich selbst verantwortlich ist. ‚Aufeinander hören‘ und ‚reagieren‘ sind die Zauberwörter.“ Ein Erlebnis wie bei guter Kammermusik, nur eben mit mehr Musikern. „Es gibt keine Hierarchien, man wird eins beim Spielen und dabei entsteht ein außergewöhnlicher Klangkörper.“ Solist und Orchester sind eng miteinander verbunden. Das ist einer der Gründe, warum Frank Duprees Konzertserie mit der Staatsphilharmonie CONNECT IT! heißt. Aber nicht der einzige.
Der Titel der Reihe verrät: Es geht um Verbindungen. Und zwar nicht nur zwischen dem Orchester und dem Solisten, sondern auch zwischen den gespielten Werken.  An jedem Abend spielt und dirigiert Frank Dupree eines der fünf Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens. Dazu kommen Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert oder zeitgenössische Musik. „Moderne Stücke gehören für mich einfach dazu“, erklärt Dupree, „Mir geht es in meinen Konzerten um einen roten Faden. Den zwischen den einzelnen musikalischen Epochen und Stilen zu spannen, ist gewagt, aber umso spannender für das Publikum und die Interpreten. Es schafft neue Blickwinkel auf die Musik und auf einzelne Werke im Besonderen.“