Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Zum Inhalt springen

 

Weltbürger am Pult

09.02.2011 • Philippe Entremont, Dirigent und Pianist • 0 Kommentare Zurück

Der Tourneeabschluss kommt in großen Schritten näher. Nur noch ein Konzert steht auf dem Tourplan – in der Knight Concert Hall Miami. Zeit, unseren Tournee-Dirigenten Philippe Entremont zu Wort kommen zu lassen – in einem kurzen Interview über seine Beziehung zum Orchester, zu Amerika und natürlich mit einigen Stimmen zur Tour.

Die Staatsphilharmonie hat sich bei dieser Tournee erstmal ins der Orchestergeschichte auf amerikanischem Boden präsentiert. Ihnen gebührt in den USA längst der Status einer musikalischen Legende. Wann haben sie ihr erstes Konzert in Amerika gegeben?
Ich habe 1953 meine erste Konzertreise nach Amerika unternommen – und bin seither jedes Jahr wieder hierher zurückgekehrt. Als Pianist und Dirigent. Zwischen dem amerikanischen Publikum und mir ist über die Jahre eine sehr schöne Beziehung gewachsen. Das ist wundervoll.
Inzwischen gehöre ich quasi schon zum Inventar. Ich habe bereits in jedem amerikanischen Staat gespielt und kenne die Vereinigten Staaten inzwischen besser als meine Westentasche. Im Kravis Center West Palm Beach, in dem wir nun an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu Gast waren, stand ich beispielsweise bereits 42 Mal auf der Bühne – 40 Mal mit Orchester und zwei Mal solo als Pianist. Das ist eine der besten Hallen in Nordamerika.

Wie kamen die Konzerte der Staatsphilharmonie beim amerikanischen Publikum an?
Ich habe extrem gutes Feedback bekommen. Die Leute hier in Amerika lieben die Staatsphilharmonie und das ist wundervoll. Beispielsweise war das Publikum sehr beeindruckt von der Qualität der Streicher, deren warmer Klang. Ich bin sehr stolz auf das Orchester.

Wie sieht ihr Verhältnis zu den Musikern der Staatsphilharmonie aus?
Ich hatte eine gute Zeit mit dem Orchester und ich glaube, die Musiker sehen das genauso. Und: Ich finde, das Orchester hat sich auf unserer Reise sehr gut entwickelt. Tourneen sind gut für den Zusammenhalt der Musiker, und für die Moral. Das kann man letztlich auch im Konzertsaal hören.
Übrigens: Auch das Tourpersonal des Columbia Artists Management ist sehr glücklich mit der Staatsphilharmonie. Die Musiker seien sehr nett und unkompliziert. Dieses freundliche Miteinander fördert natürlich ein gutes Tourklima.

Das gilt auch für die beiden Solisten…
Ja, ich bin sehr glücklich mit Sebastian Knauer zu touren. Ich kenne ihn schon sehr lange und mag ihn sehr. Und: Ich freue mich, die richtige Stimme für Mahlers 4. Sinfonie gefunden zu haben. Ich habe sehr viele Soprane gehört – aber die haben mich nicht berührt. Für diese Komposition benötigt man eine sehr frische, unverbrauchte Stimme. Und die habe ich mit Julie Cherrier gefunden.

Welche unserer Tourstationen ist ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Oh, das ist schwierig. Unser Tourneestart im Tilles Center Greenvale auf Long Island ist uns sehr gut gelungen. Das war sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Tour. Ansonsten: Unser Konzert in Sarasota hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen – Brahms 4. Sinfonie dort war ein Traum.

Ein Konzert steht ja nun noch an: In der 2006 eingeweihten Knight Concert Hall.
Ja, das Adrienne Arsht Center for the Performing Arts ist noch recht neu – ein Opernhaus und eine Konzerthalle unter einem Dach. Der Saal bietet 2.200 Besuchern Platz. Eine wundervolle Kulisse für unseren Tourneeabschluss!

Fotos zum Beitrag

Zurück

Kommentare

Keine Kommentar bisher.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail Adresse wird im Beitrag nicht angezeigt.

Zurück

Konzertsuche

Mai 2012
M D M D F S S
30 01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 01 02 03

[ Nach oben ↑ ]

Design & Umsetzung: ideenhafen® Webdesign und Webseiten aus Lübeck