Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

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New York City Ballet

Seit die Oscar-prämierte Natalie Portman eine Tänzerin des Ensembles im Film „Black Swan“ mimte, ist die Geschichte des berühmten New York City Ballets einem größeren Publikum bekannt. Jetzt kommt es nach 30 Jahren wieder nach Deutschland und ist gemeinsam mit der Staatsphilharmonie am 12. und 13. März im Ludwigshafener Pfalzbau sowie vom 16. bis 18. März im Festspielhaus Baden-Baden zu sehen.

Als George Balanchine 1948 mit Lincoln Kirstein das berühmte New York City Ballet gründete, revolutionierte er mit dieser Einstellung das Tanztheater. Selbstbewusst erklärte er Ballett zur unabhängigen Kunstform, das auch ohne Story existieren kann. Bis dahin sah man es eher als schmückendes Beiwerk oder Interpretation von Literatur und Musik an. Zeit seines Lebens experimentierte der charismatische Ensembleleiter mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten und eroberte mit seinem undogmatischen Programm die Bühnen der Welt. Eine Kehrtwende vom Klassischen Ballet hin zu freien, abstrakten Formen im Raum.

Heute besteht das NYCB aus 90 Tänzern, die Balanchines Sprache spannend in die Gegenwart übertragen. Die Kompanie bleibt sich treu in ihrer Ästhetik. Sie bildet ihren eigenen Tänzernachwuchs aus, um die stilistische Linie an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Mit ihren geschmeidigen Körpern erzählen sie Bildergeschichten, die plastisch hervortreten und durch die große Anzahl der Tänzer eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. In ihrer Zusammenarbeit mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wird das Ballett die „Symphony in Three Movements“ zu Werken von Strawinsky, Chopin und Tschaikowsky darbieten.

Das aktuelle Gastspiel zeigt vier Choreografien des Gründers und seines künstlerischen Nachfolgers Jerome Robbins erstmals in Ludwigshafen und Baden-Baden. Aus Balanchines Feder stamen die„Symphony in Three Movements“, „Tarantella“ und „Theme and Variantions“. Von Jerome Robbins, der durch die „West Side Story“ zu Weltruhm gelangte, steht „Dances at a Gathering“ auf dem Programm – eine Verneigung vor der prägenden Ausdruckskraft ihrer Initiatoren.

Die Deutsche Staatphilharmonie Rheinland-Pfalz arbeitet immer wieder mit führenden Tanzkompanien der Welt zusammen. So waren schon das Zürcher Ballett, das Staatsballett Stuttgart, das Hamburg Ballett mit John Neumeier, das Bayerische Staatsballett und das Ballett der Oper Kairo beim Orchester zu Gast. Das New York City Ballet ist in Deutschland zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder zu sehen. Wer weiß, wann es wieder so nah vor der Haustür tanzt.

Karten für die beiden Ballettabende in Ludwigshafen gibt es an der Theaterkasse im Pfalzbau unter Telefon (0621) 5042558, Tickets für die Aufführungen im Festspielhaus Baden-Baden sind unter Telefon (07221) 3013101 erhältlich.

(Veröffentlicht am 09.02.2012)

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