Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Ein „Festspielwochenende“ zu Ehren von Aribert Reimann und mit Blick auf Robert Schumann

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Ein „Festspielwochenende“ zu Ehren von Aribert Reimann und mit Blick auf Robert Schumann

Das 3. Philharmonische Konzert am 22. April 2017 und das Sonderkonzert SO um 5 sind eine musikalische Hommage an einen der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit – Aribert Reimann, dem die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in dieser Spielzeit das Komponistenporträt widmet. Zugleich würdigen die beiden Konzerte auch Robert Schumann, der sowohl durch seine Kompositionen als auch als Inspirationsfigur omnipräsent erscheint. Dass beide Konzerte auch den Artist in Residence, Frank Dupree, präsentieren, lässt das Konzertwochenende vollends zum Fest werden.

Mit dem 3. Philharmonischen Konzert am 22. April 2017 und dem SO um 5 am 23. April 2017 feiert die Staatsphilharmonie noch einmal Aribert Reimann, dem sie in diesem Jahr das Komponistenportrait widmet. Kostbar und musikalisch äußerst reizvoll werden die „Reimann-Festspiele“ nicht nur durch die Anwesenheit des Komponisten an beiden Tagen, sondern auch durch die solistische Besetzung, die mit Frank Dupree und Katharina Ruckgaber junge Talente präsentiert, die bereits international erfolgreich sind und als große Hoffnungsträger ihrer Generation gelten. Als besondere Inspirationsfigur gilt an beiden Tagen Robert Schumann, der nahezu in allen Kompositionen, den musikalischen Gedankenfluss aus dem Hintergrund zu formen scheint.
Am Pult steht beim 3. Philharmonischen Konzert Alejo Pérez, der in seiner Heimatstadt Buenos Aires über das Komponieren zum Dirigieren kam und seitdem mit zahlreichen renommierten Sinfonieorchestern zusammenarbeite.

„Zurzeit schreibe ich ein Stück für Orchester, das ich – so glaube ich – „Fragmente“ nennen werde…“ äußerte sich Aribert Reimann im Oktober 1987. „Sieben Fragmente für Orchester in memoriam Robert Schumann“ betitelte er das Auftragswerk für das Philharmonische Staatsorchesters Hamburg ein Jahr später. Den Konzertabend, der mit Griegs Klavierkonzert und Chaussons 1. Sinfonie einer durch und durch romantischen Dramaturgie folgt, mit einem Werk von Aribert Reimann zu eröffnen, passt hervorragend ins Bild und bereichert den musikalischen Gedankenfluss. Inspiriert von einem der wichtigsten Komponisten dieser Epoche, nehmen Reimanns Fragmente „in memoriam Robert Schumann“ Bezug auf dessen sogenannte „Geistervariationen“, ein Thema mit Variationen in Es-Dur für Klavier solo, das Schumann wenige Tage bevor er sich in die bei Bonn gelegene Nervenheilanstalt begab, komponierte. Reimann wandelte das von Schumann stammende Ausgangsmaterial für großes Orchester um und schuf damit eine emotionale Studie von träumerischer Phantasie hin zur tragischen Dramatik des erkrankten Robert Schumann.
Zu einem Erlebnis wird der Abend auch durch den Ausnahmekünstler Frank Dupree, seinerseits Artist in Residence des Orchesters, der das wunderbare, ebenfalls unter dem Vorbild von Schumann stehende Klavierkonzert von Grieg interpretiert. Mit Ernest Chausson begegnet uns ein bedeutender französischer Komponist: Seine Werke markieren den Beginn des musikalischen Impressionismus und bedienen ein breites Klangspektrum, was ganz besonders intensive Stimmungen und Atmosphären erzeugt.
Einen Tag später, am 23. April 2017 stehen Robert Schumann und Aribert Reimann ein zweites Mal im Fokus: Mit dem Sonderkonzert SO um 5 für Aribert Reimann stehen an dem Nachmittag neben musikalischen Bearbeitungen des Komponisten auch Werke auf dem Programm, welche Reimann in seinem künstlerischen Prozess beeinflusst und inspiriert haben. Besonders die Bearbeitung zu Felix Mendelssohn Bartholdys „... oder soll es Tod bedeuten?“ spiegelt den künstlerischen Prozess des Komponisten wider: hier verknüpft er die musikalische Vorlage mit seinen Motiven und verbindet Musik mit Lyrik – die eingeschobenen Intermezzi für Streichquartett sind an Gedichten von Heinrich Heine angelehnt. Das Sonderkonzert zeigt einen innig verbundenen Kreis verbundener Menschen, zu denen sich – die Grenzen der Zeit überwindend – ein Gleichgesinnter gesellt. Aribert Reimann, der vom Lied beseelte Komponist und seine Schwester und Brüder im Geiste: Clara und Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.

Neben Musikerinnen und Musikern der Staatsphilharmonie tritt als Solistin die renommierte Sopranistin Katharina Ruckgaber auf, die Ihr Können bereits mit Reimanns Hölderlin-Fragmenten beim vergangenen 4. Mannheimer Meisterkonzert unter Beweis stellen konnte. Neben ihr wird erneut Frank Dupree als Pianist in Erscheinung treten und seine gefühlvollen Interpretationen zusammen mit den Mitgliedern der Staatsphilharmonie zur Aufführung bringen.

Die Konzertdaten auf einen Blick
Samstag, 22. April 2017, 19:30 Uhr
3. Philharmonisches Konzert
Ludwigshafen, Konzertsaal im Pfalzbau

Alejo Pérez, Dirigent
Frank Dupree, Klavier

Aribert Reimann, Sieben Fragmente für Orchester in memoriam Robert Schumann
Edward Grieg, Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op.16
Ernest Chausson, Sinfonie Nr.1 B-Dur, op.20

Konzerteinführung: 18:45 Uhr

Sonntag, 23. April 2017, 17:00 Uhr
Sonderkonzert SO um 5 für Aribert Reimann
Ludwigshafen, Philharmonie

Katharina Ruckgaber, Sopran
Frank Dupree, Klavier
Mitglieder der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Clara Schumann, Sechs Lieder, op. 13
Johannes Brahms, 5 Ophelia Lieder (in der Fassung Aribert Reimanns)
Felix Mendelssohn Bartholdy, ... oder soll es Tod bedeuten? (in der Fassung Aribert Reimanns und von ihm “eingeschobenen” Intermezzi für Streichquartett nach Gedichten von Heinrich Heine)
Robert Schumann, Quintett Es-Dur für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier, op. 44

Konzerteinführung: 16:30 Uhr im Foyer der Philharmonie

Tickets für das Philharmonische Konzert zum Preis von 32,00 € (Kat. 1), 25,00 € (Kat. 2), 15,00 € (Kat. 3) gibt es beim Capitol, unter Telefon 0621 3367333 bzw. unter http://www.reservix.de und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen.
Einzelkarten für das Sonderkonzert SO um 5 gibt es für 14,00 € (freie Platzwahl) an denselben Vorverkaufsstellen.
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Ein Klanggutschein kostet 15,00 € und berechtigt zum Eintritt in alle selbstveranstalteten Konzerte der Staatsphilharmonie. Die Gutscheine werden an der Abendkasse eingelöst. Sie erhalten dann die besten noch zur Verfügung stehenden Plätze.
Mindestabnahme: 4 Stück.

Mitglieder des Freundeskreises der Staatsphilharmonie, Inhaber der Rheinpfalz-Card, der Morgencard sowie einer Ehrenamtskarte erhalten 10% Ermäßigung auf Tickets für orchestereigene Konzertreihen.

Unter dem Appell „Fassen Sie sich ein Herz“ lädt die Staatsphilharmonie seit Beginn dieser Spielzeit Geflüchtete und Asylsuchende sowie begleitende, betreuende und mit der Integration befasste Personen aus der Region zum kostenfreien Konzertbesuch ein. Karten können unkompliziert vorangemeldet und an der Abendkasse entgegen genommen werden. Weiterhin steht die Staatsphilharmonie über Bürgerinitiativen in Kontakt mit Minderjährigen, die sich unbegleitet auf die Flucht begeben haben. Als Orchester möchte die Staatsphilharmonie traumatisierte Menschen dabei unterstützten, sich in ihrer neuen Heimat willkommen und sicher zu fühlen.

(Veröffentlicht am 18.04.2017)

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