Chopin und mehr

Sie ist erst 21 Jahre alt und trotzdem ein Profi: Die Pianistin Lise de la Salle aus Frankreich kombiniert in ihrem Spiel Kindlichkeit und meisterlicher Reife. Mit der Staatsphilharmonie ist sie am 25. Januar um 20.00 Uhr in der Festhalle Pirmasens zu hören. Auf dem Programm: Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 2 unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens.
Als die Opéra d’Avignon 2001 verzweifelt nach einem Einspringer für Beethovens 2. Klavierkonzert suchte, fragte sie bei einer 13-jährigen Pianistin an, die durch einige gewonnene Wettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht hatte. Lise de la Salle kannte das Konzert zwar, hatte es aber noch nicht studiert. Sie bat sich einen Tag Bedenkzeit aus, beriet sich mit ihrer Mutter und ihrem Lehrer und besorgte sich die Noten. Am Abend konnte sie bereits den ersten Satz, und so sagte sie am nächsten Tag zu. Das Konzert mit dem Orchester der Opéra d’Avignon unter Andreas Stoehr war mehr als ein Erfolg – es war ein Beleg für jenes Phänomen, das sich mit „Frühbegabung” nur unzureichend beschreiben lässt. Seither ist die 1988 geborene Künstlerin auf den internationalen Konzertpodien zu Hause. Gemeinsam mit der Staatsphilharmonie gastierte sie beim 21. Internationalen Musikfestival von Colmar. In Pirmasens gibt es nun ein Wiedersehen von Solistin und Orchester. Gespielt wird Chopins 2. Klavierkonzert. GMD Karl-Heinz Steffens und die Staatsphilharmonie spielen außerdem Dvořáks „Slawische Tänze“ und Auszüge aus Smetanas „Mein Vaterland“.
Tickets für das Konzert mit Lise de la Salle in Pirmasens sind unter Telefon (06331) 842352 erhältlich.
(Veröffentlicht am 27.10.2009)